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Aktueller Tipp vom 21.05.2018

Kleine Plagegeister sorgen für Juckreiz im Herbst

 

Jetzt gegen Herbstgrasmilben und Flöhe vorsorgen

 

Die Ursache für den starken Juckreiz, der dazu führt, dass die Tiere vor allem ihre Pfoten regelrecht benagen, sind zu dieser Jahreszeit meist Herbstgrasmilben (Neotrombicula autumnalis).Wie der Name schon sagt, sitzen sie auf Gräsern, von welchen sie beim Vorbeigehen von Tier oder Mensch abgestreift werden. Uns Menschen schützen allerdings meist lange Hosen. Schätzungsweise jeder dritte Hund bringt diese lästigen Plagegeister vom Spaziergang in Wald und Wiese mit nach Hause. Die kleinen, orange-roten Milben, die mit bloßem Auge sichtbar sind, sitzen vor allem an den Beinen und Pfoten (besonders zwischen den Zehen), an Bauch, Schenkelinnenseiten, Lefzen, Nasenrücken und den Ohren.

 

Massiver Juckreiz durch Milben

 

Während ihres Wachstums durchlaufen sie drei Entwicklungsstadien: Larve (3 Beinpaare, 0,2-0,5mm), Nymphe (2 Beinpaare) und schließlich die adulte Milbe (4 Beinpaare, bis 1mm). Während das adulte Tier freilebend ist und sich von kleinen Insekten und deren Eiern ernährt, benötigt die Milbenlarve und eventuell auch die Nymphe den Saugakt auf einem Warmblüter (z.B. Rind, Schwein, Hund, Katze, Mensch), um sich zu ernähren und weiterzuentwickeln. Als sogenannte Saugmilbe nimmt sie hierbei mit ihrem langen Saugrüssel Lymphe von dem Wirtstier auf. Nach dem Vollsaugen fällt die Larve ab und verkriecht sich im Erdboden, wo sie sich weiterentwickelt. Dementsprechend findet keine Vermehrung in der Wohnung statt. Aufgrund allergischer Hautreaktionen – der Speichel der Milben wirkt als Allergen - kommt es beim Wirt zu massivem Juckreiz und bei empfindlichen Tieren kann der Herbstgrasmilbenbefall sogar zu dicken Hautquaddeln, zugeschwollenen Augen und Lefzenödemen führen, selbst geschwürartige Ver-änderungen kommen vor. Der starke Juckreiz hält auch nach dem Biss und dem Abfallen der Parasiten noch einige Zeit an, so dass die geschädigte und gereizte Haut für bakterielle Sekundärinfektionen anfällig wird. Einzelne Ekzeme oder sogar eine generalisierte Dermatitis (Hautentzündung) können die Folge sein. Beim Mensch bezeichnet man dies auch als „Gebüschkrätze“.

 

 

 

 

 

 

Wirksame Gegenmaßnahmen einleiten

 

Sollte Ihr Vierbeiner nach einem Spaziergang mit beschriebenem Juckreiz reagieren, empfiehlt es sich die betroffenen Körperregionen gründlich zu waschen. Eine Hilfe hierfür sind spezielle juckreizstillende Shampoos. Anschließend bringen kühlende Lotionen Linderung. Bei sensiblen Hunden ist es ratsam, das Tier vorbeugend mit bestimmten Sprays einzusprühen oder mit entsprechenden Antiparasitenshampoos zu baden, um so den Befall mit Herbstgrasmilben zu vermeiden. Die Hauptzeit der Herbstgrasmilben beginnt meistens im August und geht bis Oktober, je nach Witterung (schönes, warmes Herbstwetter) ist mit den Schädlingen aber noch bis Mitte November zu rechnen. So weit man weiß, werden hier bei uns von den Herbstgrasmilben zum Glück keine Krankheiten übertragen. Anders verhält es sich mit einer nah verwandten Trombicula-Art (Trombicula akamushi), die in Ostasien, vor allem in Japan, die Erreger (Rickettsia orientalis) des sogenannten Tsutsugamushi-Fiebers auf den Menschen überträgt.

 

Ebenfalls eine mögliche Ursache: Flohbefall

 

Als andere Ursache für massiven Juckreiz und Hautprobleme bei Ihrem Tier sollten Sie im Moment auch immer einen Flohbefall in Erwägung ziehen. Durch Igel, die auf der Suche nach Nahrung und Überwinterungsmöglichkeit im Herbst vermehrt in unsere Gärten kommen, werden auch die Flöhe mitgebracht. Wahre „Flohmutterschiffe“ stellen die Igel dar. Dabei muss Ihr Haustier gar nicht mit dem Igel selbst in Kontakt kommen, um sich eine Flohplage einzufangen. Es reicht, wenn der Schlafplatz des Igels entdeckt und gründlich untersucht wird. Symptome und Folgen eines Flohbefalls gleichen denen der Herbstgrasmilben: starker Juckreiz, Hautrötungen, Ödeme, Haarausfall bis hin zur ausgeprägten Flohdermatitis. Zur Flohprophylaxe gibt es auf dem Markt diverse wirksame Präparate, z. B. Sprays, Spot-Ons (Tropfen, die auf die Haut gegeben werden) und Halsbänder. Beachten Sie bitte genau den Beipackzettel, ob diese Mittel für Fische oder Amphibien giftig sind. Dann müssen gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, z. B. eine Wartezeit nach dem Aufbringen oder dem Ausziehen des Halsbandes.

 

 

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